Die beliebtesten Sportarten der Deutschen

Die Deutschen und der Sport, da denken die Meisten gleich an den Klassiker Fußball. Aber Sport in Deutschland ist weit mehr als nur „das Runde ins Eckige“ zu schießen. Wer genauer hinsieht stellt fest, dass auch andere Sportarten zunehmend ins Blickfeld rücken. Fernsehen und Internet verschaffen ihnen zunehmend eine Bühne, die neue Interessenten anlockt.

Fußball ist wohl dennoch als absolute Lieblingssportart nicht wegzudenken. Im Jahre 2006 zählte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) über 6,7 Millionen Mitglieder in 177.000 Mannschaften, die sich wiederum in etwa 25.000 Vereinen organisierten. Die große mediale Präsenz, primär im Fernsehen, scheint nach wie vor eine unglaublich hohe Anziehungskraft auszuüben.

Große Erfolge auf dem internationalen Parkett verhalfen in den letzten Jahren auch einem Verwandten des Fußballs zu großer Popularität: dem Handball. Schon bei den Römern in der Antike beliebt, konnte sich die heutige Spielweise zur Wendezeit vom 19. zum 20. Jahrhundert in Europa etablieren. Handball-Länderspiele fanden ab 1925 statt; am 12. September begegneten sich Deutschland und Österreich. Zur Gründung eines Dachverbandes für deutsche Mannschaften sollte es aber noch bis 1949 dauern. Heute zählt der Deutsche Handballbund etwa 850.000 Mitglieder.

Auf Platz drei folgt ein sehr kalter Vertreter – Biathlon. Die Kombination aus Schießen und Skilanglauf scheint damit auch die beliebteste Wintersportart im Lande darzustellen. Auf die heimischen Bildschirme der Deutschen schaffte es diese Sportart erst in den 1990er Jahren. Ihren Ursprung hat sie möglicherweise in der Jagdweise von Steinzeitmenschen in kalten Gegenden, wie gefundene Höhlenmalereien in Russland und Norwegen aufdeckten. Daraus entwickelte sich ein bekannter Militärsport. Erst nach dem 2. Weltkrieg wurde Biathlon eine olympische Disziplin.

Auf den Wintersport folgen wieder Bälle – Tennis kommt auf Position Vier. Steffi Graf und Boris Becker, diese Namen haben sicherlich noch viele Fans dieses sog. Rückschlagspiels im Hinterkopf. Zu zweit oder zu viert gespielt, gelangte Tennis in Europa ab den 1920er Jahren zu voller Blüte. Nach jahrzehntelanger Unterbrechung ist das Tennisspiel seit 1988 wieder Bestandteil der Olympischen Sommerspiele. Weit über 1,6 Millionen Mitglieder zählt der Deutsche Tennis Bund (DTB) in der Gegenwart.

Von Höhen und Tiefen im doppelten Sinne geprägt ist Platz Nr. 5. Skispringen ist ein wahrer Klassiker bei Olympia und seit den ersten Winterspielen 1924 mit im Programm. Hier ist extreme Kondition gefragt, und Millionen Deutsche verfolgten vor ein paar Jahren den Ruhm sowie das Karriereende von Weltmeister Sven Hannawald. Diese Biografie lässt aber die Faszination vieler Deutscher an dieser ästhetischen Sportart kaum sinken. Wenn auch nicht jeder sie praktizieren möchte…

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